Produkt spezifizieren
Quality Function Development Vorgehensweise I
 

Die Vorgehensweise wird am Beispiel der ersten Phase (Umsetzten von Kundenbedürfnissen in Produktmerkmalen) im Folgenden schrittweise dargestellt. Zur Umsetzung der Aufgaben wird ein Formular (House of Quality, Abbildung links) verwendet.

1. Erfassen der Kundenanforderungen:
Durch Marktforschung und Kundenbefragung werden alle für den Kunden bedeutsamen Produktmerkmale ermittelt.

2. Gewichten der Kundenanforderungen:
Da für den Kunden nicht alle Kriterien die gleiche Bedeutung haben dürften, werden zusätzlich die Präferenzen der Kunden und entsprechende Gewichtungen erhoben.

3. Wettbewerbsanalyse der Erfüllung der
Anforderungen aus Kundensicht:

Liegt bereits ein Modell eines ähnlichen Produktes im Unternehmen vor, so ist auf dessen Basis ein Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern bezüglich der Erfüllung der Kundenanforderungen vorzunehmen.

4. Ableiten der technischen Merkmale:
Die ermittelten Kundenwünsche werden in technische Merkmale umgesetzt. Diese müssen anforderungsgerecht und möglichst quantifi-zierbar sein.

5. Aufzeigen der Interdependenzen zwischen den technischen Merkmalen:
Vor allem bei komplexen Kundenproblemen müssen die Abhängigkeiten zwischen den technischen Spezifikationen geklärt werden, um komplementäre, neutrale oder konfliktträchtige Beziehungen offen zu legen.

6. Erstellung einer Beziehungsmatrix:
Als nächstes wird systematisch untersucht, wie stark jede technische Anforderung die einzelnen Kundenwünsche beeinflusst. Hier können Zielkonflikte auftreten, falls ein bestimmtes technisches Detail die Erfüllung eines oder mehrerer Kundenwünsche behindert. In dieser Phase des QFD zeigt sich, ob ein gewählter Lösungsansatz noch weiter verfolgt werden kann oder ob schon deutliche Abstriche in Bezug auf die kundenbezogene „Ideallösung“ gemacht werden müssen. Im letzteren Fall sollte besser ein anderes Lösungsmodell gewählt werden.